Waehrend meines zweiten Lebensjahrzehntes hatte ich mich immer wieder daran knapsen, dass bei mir etwas nicht so zu stimmen sein, wie bei anderen. Es war nicht bloß mein Eindruck, sondern andere bestaetigten dies durch das, was sie ueber mich sagten.
  • Nimm Dir doch nicht alles so zu Herzen.
  • Du musst nicht alles auf Dich beziehen.
  • Du machst Dir viel zu viel Gedanken.
  • Du hast ein Herz aus Matsch.
  • Du bist zu gutmuetig.
  • So wie du, moechte ich nicht sein.
  • Sei doch nicht so unsicher.
  • Mach’s doch so wie ich: An mir prallt das ab!
Mit einem Wort: man hielt mich für zu empfindlich. Das fuehrte dazu, dass ich begann, meine Empfindsamkeit als Makel anzusehen, den zu verstecken suchte und immer wieder ueberrascht wurde, dass andere sich davon nicht taeuschen ließen und sich bei mir nichts aenderte.

Es entstanden in dieser Zeit koerperliche Beeintraechtigungen

  • Gallenkolliken – ohne organischen Befund.
  • Schweißnasse Haende – was mir den normalen Kontakt mit anderen erschwerte.
  • Schlafstoerungen – die sich bis heute ergeben, wenn ich mich ‚ueberlastet‘ fuehle.
  • Sehnenscheidenentzuendungen.

Diese gesellten sich zu bereits vorhandenen Beeintraechtigungen

  • Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht
  • Sonnenallergie
  • Reisekrankheit vor allem in Bussen und PKW’s.
  • Peripheres Unbehagen bei Beruehrungen und gegen Wolle.
  • Tiefe – Brechreiz hervorrufende – Abneigung gegen bestimmte Speisen.
  • Laerm- und Geraeuschempfindlichkeit.
  • Herzstiche.
Als mir dann ein psychoanalytisch tätiger Mediziner bescheinigte, ich haette zu wenig Selbstvertrauen und deshalb dauernd schweißnasse Haende, hatte ich ein weiteres Problem, das sich zu einem mein ganzes Lebenswertgefühl umfassendem auswuchs.
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