Ich fasse all dies, was ich bisher als eigene Texte ueber ‚hochsensitiv‘ auf diesem Blog veroeffentlicht habe, als Anregung zum Forschen auf. Dies entspricht meiner Sicht auf die Natur des Menschen, die ich nicht fuer abschließend beschreibbar halte. Im Gegenteil: Es duerfte dabei aehnliches passieren, wie in allen anderen Wissenschaften auch passiert: je detaillierter die Beschreibungen, desto mehr Unterschiede werden entdeckt und umso weniger gelingt es, daraus eine Art Buendel zu schnueren, das die Bezeichnung ‚Wissen‘ (ver)traegt.

Moeglichkeiten eruieren

Meine ganz persoenlichen Beschreibungen unter den Seiten ‚Verhaltensmuster‘, ‚Beeintraechtigungen“ und ‚verarbeiten‘ stehen in Verbindung mit Ueberlegungen, wie sie unter ’nicht normal?‘ erlaeutert sind oder in meinen Sortierungen wissenschaftlicher Kenntnisse wie ‚hochsensitiv-neurobiologisch‘. Fuer mich gibt es von allen Seiten her moegliche plausible Zusammenhaenge, die aber nicht zwingend notwendig sind.

 

moegliche Zusammenhaenge eventuell Ergebnisse von ‚verarbeiten‘

Es gefaellt mir besser ‚meine plausiblen Zusammenhaenge‘ als ‚meine Annahmen‘, ja sogar als ‚meine Behauptungen‘ zu bezeichnen. Dies entspricht meiner vor einiger Zeit gefaellten Entscheidung, nur noch von dem handelnd auszugehen, was ich sensorieren kann. Ich verfahre dabei im Prinzip so aehnlich, wie Neurowissenschaftler das ueber die neuronalen Aktivitaeten im Gehirn behaupten: Ich nehme auf, was ich sensoriere und verarbeite diesen Input, um damit handeln zu koennen. Vieles wird erst mal ausgeblendet oder erst nach und nach mit einbezogen. Verarbeiten ist eine Aktivitaet, an der ich bewusst nicht beteiligt bin. Ich handle derweil im Rahmen alltaeglicher Erfordernisse, so gut ich kann und ploetzlich tauchen neue plausible Zusammenhaenge auf, die ich auch als „Aha-Erlebnisse“ bezeichne und aus denen wieder neue Annahmen und neue andere Arten meines ‚handeln‘ entstehen koennen.

 

herausfinden, was geht

Kurz gesagt: Meine Kenntnisse ueber mich sind beschraenkt. Sie sind Schlussfolgerungen aus vielen Erlebnissen im Kontext anderer Kenntnisse. Ich habe absolut keine Ahnung wie ‚verarbeiten‘ geschieht. Ich merke Wirkungen von Situationen auf mich. Konstatiere mehr oder weniger angenehme Empfindungen. Ich erlebe, dass es mich entlastet, diesen Empfindungen nachzugehen, dass mir ploetzlich dazu etwas einfaellt, dass mir ‚ein Licht aufgeht‘. Manchmal baut sich Spannung auf und ich laufe weiter wie ein Hamster im Rad: Energie abbauen, Ruhe finden. Denkend auf einen Punkt zu kommen, kann dabei helfen – manchmal auch ein Gedicht, das ein Bild illustriert.
Am meisten aber entlastet es mich, wenn ich das, was mich beschaeftigt, mit anderen teilen kann.