Fuer Aspies koennte moeglicherweise charakteristisch sein

  • Worte woertlich zu nehmen (‚Name‘ und Kontext)
  • von sensorischen Details ueberflutet zu werden (‚peripherieoffen‘: ‚Reizueberflutung‘)
  • immun gegen Symbolik, z. B. ‚des Amtes‘, ‚der Ueberhoehung‘, denn „Er ist doch auch nur ein Mensch!“
  • statt ‚passives und aktives imponieren‘ ‚fasziniert sein zu koennen (intensives perzipieren)‘
  • ‚in Bildern zu denken, visuell situativ assoziieren (Zusammenhang, Situation)‘
  • ‚in allem die Muster zu entdecken (‚Konstellation und Situation‘)‘
  • ‚extrem beobachtend‘ und ‚detailliert beschreibend‘
  • ‚tastend‘ auf Menschen zuzugehen (‚tentativ‘)
  • die Entscheidung des anderen abzuwarten und als ‚fuer ihn selber getroffen‘ zu respektieren (‚responsivierend‘)
  • ’stark emotional‘ zu agieren und zu reagieren (‚Spontaneitaet‘: impulsgeleitet)
  • ‚gegen Druck allergisch‘ zu sein (‚Reaktanz‘: sich den erwuenschten Freiraum anderswo zurueckholen)
  • ’sehr eigenwillig‘ zu sein
  • ‚zu sagen, was ich denke‘: „Verstehst du?“: „Nein.“
  • ’stark ausgepraegte Vorlieben und Abneigungen‘
  • ‚Gefuehle sehen lassen‘, ‚mich sehen lassen, wie ich bin‘
  • ‚extrem und permanent zu differenzieren‘ (hochdifferenziert)
  • ‚extrem sachbezogen‘ zu denken, zu reden und zu agieren
  • ‚ausdauernd bis hartnaeckig‘ eigene Vorstellungen umsetzen
  • eher Kooperation gegenueber ‚Konkurrenz‘ zu bevorzugen; evtl. ‚wetteifernd (fasziniert vom ‚tun‘)‘, aber ohne ‚(be!)siegen wollen‘
  • ‚(durch Bemerkungen etc.) kontaminierte Bereiche‘ ignorieren (‚leerer Blick‘, wegsehen; Notiz: Film: „Sag nicht (…??)“ des Aspikindes zu seiner Mutter): ‚Intentionen anderer‘ durchbrechen jedes ‚interessiert bzw. fasziniert sein‘
  • ‚aus differenzieren, durch herausfinden lernen (’nachmachen‘ und ‚tun als ob‘ funktioniert nicht)
  • hohe Intensitaet beim ‚(faszinierten!) fokussieren‘ bei gleichzeitiger ‚hoher Ablenkbarkeit‘
  • unvermutet auftauchende „Kindlichkeit“ (‚Spontaneitaet‘)
  • bevorzugen „sensorisch erfassbar“, bevorzugen ’sachlogischer‘, aus ‚funktionieren‘ ableitbarer Aspekte
  • weitestgehend unkonditionierbar (AutONOMist); durchgesetzte Konditionierungen verursaschen nachhaltige ‚Stoerungen‘ des Verhaltens und Koerpers
  • ‚Ritual‘ als ‚reduzieren der allzeit gegenwaertigen Komplexitaet‘
  • Rueckzug zu ‚verkraften‘ und ‚verarbeiten‘
  • auf ‚funktionieren‘ ausgerichtet … und ‚kreuzungluecklich‘, wenn etwas nicht klappt; niedrige Frustrationstoleranz in Bezug auf ‚funktionieren‘
  • aversive Reaktion auf ‚Formalien‘ als „der symbolische Vollzug um der Form willen“, auf ‚Vorschriften‘, ‚Erwartungen‘, ‚Ansprueche‘, jedes „SOOO! (… und nicht anders!)“
  • ‚(haupt)projekthafte‘ Beschaeftigung mit allen Details des gerade faszinierenden Bereiches
  • Freude (Faszination der Sachen und Ablaeufe) statt „Spasz“, Funktionsfreude
  • Irritation (‚Perturbation‘) verursacht oft ‚inneres Chaos‘, das sich nur im ‚verkraften‘ loest, das nahezu alle Kapazitaeten beansprucht
  • ‚Reduktion von Komplexitaet‘ statt ‚Reduktion von Realitaet‘: EINS zur Zeit betrachten
  • ‚redlich‘: zu dem Beduerfnis „beschreiben, wie es ist“ kommt „ALLES notwendige“ hinzu
  • ‚extensiv‘, ‚kleinschrittig‘ bei ‚arbeiten‘, ‚intensiv‘ bei ‚loesen faszinierender Problemstellungen‘
  • ‚Weltsicht‘ gepraegt durch ‚wenn‘ statt ‚weil‘
  • VORHER ‚eine (situative?) Vorstellung entwickeln (muessen?)‘, ’sich (tastend) vorstellen koennen wollen, WIE (das laufen soll)‘
  • vorrangig ‚Individuen‘, ‚Details‘ und ‚Funktionen‘ betrachten
  • sich an ‚MEINE Werte‘ orientieren
  • dem eigenen Rythmus folgend (RR: „Jedes Lebewesen ist bestrebt, den eigenen Impulsen zu folgen“)
  • ‚koerperliche Sicht der Dinge‘ im Gegensatz zu der ueblichen ‚wortorientierten Sicht‘
  • ‚funktionale‘ Kontakte zu anderen Menschen
  • hohes intuitives „Detektionsvermoegen“ in Bezug auf ‚Befinden und Absichten anderer‘, ‚die Nachtigall trapsen hoeren‘
  • ‚vorgemacht, nachgemacht‘ geht nicht, ‚imitieren‘ klappt (je nach Interesse)
  • ‚Reihenfogen einhalten‘ faellt schwer
  • ‚moeglich‘ als ‚Hauptkategorie‘; „Ziel, Plan und Fertigsein“ ist mir ‚Buch mit sieben Siegeln‘
  • von Menschen fasziniert
  • ‚ueberwiegend sachorientiert‘ im Gegensatz zu ‚ueberwiegend sozialorientiert‘; ’normgepraegte Menschen‘ sind ueberwiegend an ‚einhalten der Form‘ und den moeglichen Beurteilungen anderer interessiert
  • sehr zurueckhaltend … oder ‚impulsfolgend‘ oft ‚volle Pulle‘
  • sich selber „nicht wichtig nehmen“
  • Kommentar von Rolf: Aus jedem dieser Merkmale, die ich lange schon fuer mich als ‚meine Macken, Mucken und Marotten‘ akzeptiert habe, habe ich ‚fuer mich eine Tugend gemacht‘ (Merkmalskatalog von Rolf.)